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 Nordhessische Luftfahrtindustrie erfreut sich guter Auftragslage (23.05.2014)


Die nordhessische Luftfahrtindustrie, die konservativ gerechnet 3000 Menschen beschäftigt, erfreut sich einer guten Auftragslage, sieht aber deutlich mehr Potenzial als sie derzeit nutzt. Das ist das Fazit der Unternehmen der Branche, die an der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin teilnehmen. Sie ist bis zum kommenden Sonntag geöffnet. Gut 1200 Aussteller und 230 000 Besucher zählt die mit Le Bourget in Frankreich und Farnborough in Großbritannien größte Messe ihrer Art weltweit.

Für einige Unternehmen aus Kassel und Nordhessen war die Teilnahme an dieser Luftfahrtschau eine Premiere. So auch für das Competence Center Aerospace (CCA), dem regionalen Luft- und Raumfahrt-Netzwerk. Zu diesem gehören neben 32 Unternehmen auch Forschungseinrichtungen und Institutionen sowie als Premiumpartner die Uni Kassel und der Flughafen Kassel-Calden.
Das CCA, das unter dem Dach der Wirtschaftsförderung Kassel arbeitet, präsentierte sich an einem Gemeinschaftsstand mit dem landesweiten Netzwerk Hessen Aviation sowie den Sondermaschinen- und Anlagenbauern Beier (Kassel) und Koch (Baunatal).

Für Stefan Koch hat sich die Teilnahme an der Messe schon ab dem ersten Tag gelohnt. „Das Interesse an unseren Produkten ist groß, und wir haben eine Menge neuer Kontakte geknüpft“, sagte der Chef des mittelständischen Unternehmens. Ein Drittel seiner 60 Beschäftigten arbeitet für die Luftfahrt. Koch liefert unter anderem Vorrichtungen zur Prüfung von hydraulisch-mechanischen Systemen, Sonderanlagen und Werkzeug.

Auch bei Beier ist man zufrieden. Das Kasseler Unternehmen stellt Getriebekomponenten für den HubschrauberSpezialisten ZF in Calden her. Vertriebsmitarbeiter Thomas Ruh ist optimistisch, dass Beier schon bald mehr Kunden in dieser weltweit wachsende Branche gewinnen kann. Auch ZF selbst ist guter Dinge. Das Geschäft mit der Herstellung und Wartung von Hubschraubergetrieben brummt. Für CCA-Chef Dr. Matthias Jahnke ist klar: „Nordhessen hat sich gut verkauft, unser Stand war ständig belegt.“

Nicht alle, die luftfahrttechnisch unterwegs sind in Nordhessen, waren bei der ILA vertreten . Aber die Liste derer, die ihr Geld ganz oder teilweise in der Luft- und Raumfahrt verdienen, ist groß und wächst. Hübner in Kassel stellt Komponenten für Fluggastbrücken her, Polyma liefert Notstromaggregate und die Henschel Antriebstechnik stellt Getriebe für die ZF-Prüfstände her. ZF, Airbus Helicopters und Piper beschäftigten in Calden gut 500 Menschen, in Kassel kommen im Schulungszentrum Marbachshöhe nochmals 50 hinzu.

Aber auch Unternehmen wie B.Braun Melsungen (Bordapotheken), AKG in Hofgeismar (Wärmetauscher für Bordkühlschränke und Klima-Anlagen), die Eisengießerei Friedrich in Liebenau-Lamerden sowie der Tankwagen-Hersteller Esterer in Helsa beliefern die Luftfahrtbranche.

Autor: José Pinto
Quelle: hna.de vom 23.05.2014


weitere Informationen: www.cca-kassel.de

Direktlink zum vollständigen Artikel:
www.hna.de/lokales/kassel/ila-3000-menschen-nordhessen-arbeiten-luftfahrtbranche-3578550.html 
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