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 ivd Immobilienpreisspiegel 2015: Kaufpreise für Wohnimmobilien stiegen um rund 10 Prozent (29.01.2016)


Ein Blick ins Zeitungsarchiv offenbart den Boom auf Kassels Immobilienmarkt: Als der Immobilienverband Deutschland (IVD) vor zehn Jahren seine Zahlen veröffentlichte, kosteten Einfamilienhäuser in guten Kasseler Lagen im Schnitt 225.000 Euro. Zehn Jahre später weist der gleiche Bericht einen durchschnittlichen Kaufpreis von 330.000 Euro aus. Bei den Mieten ist das Bild ähnlich: Gab es damals Bestandswohnungen in guten Lagen für im Schnitt 5,50 Euro pro Quadratmeter (Kaltmiete), sind heute für eine vergleichbare Wohnung acht Euro fällig.

Aus Sicht von Siegfried Putz, Sprecher des IVD Nordhessen, hat in Kassel eine überfällige Entwicklung stattgefunden. Die früheren Mieten seien so niedrig gewesen, dass Eigentümer nicht in ihre Immobilien investieren konnten. „Nun haben wir ein normales Niveau erreicht“ so Putz. Dazu beigetragen hat ein allgemeiner Zuzug in die Städte und die gute wirtschaftliche Entwicklung. Es leben wieder über 200.000 Menschen in Kassel.

Während immer mehr Menschen das großstädtische Wohnumfeld mit guter Infrastruktur suchen, ist Kassel auf die Situation nicht vorbereitet. Jährlich entstanden zuletzt zwischen 300 und 400 Neubauwohnungen. Im Vergleich zum Bestand von derzeit gut 100.000 Wohnungen in Kassel ist dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weil auch immer wieder alte Wohnungen aus dem Bestand herausfallen. Dabei hatten sich die Neubauaktivitäten zuletzt bereits mehr als verdreifacht.

Ein Problem für Investoren ist es, in Kassel Flächen für Bauprojekte zu finden. Der Markt für Bauland sei leergeräumt, so Putz. Zuletzt sei die Bebauung vor allem verdichtet worden - dies habe Grenzen. „Ein Problem ist, dass die Neubauten, die entstanden sind, im hochpreisigen Segment liegen“, so der Immobilienprofi. Bei den kostenintensiven Auflagen für Neubauten (Energieeinsparverordnung) könne ein Bauherr neue Wohnungen für weniger als sieben Euro pro Quadratmeter auch gar nicht mehr anbieten.

Bei Verkäufen von neuen Eigentumswohnungen werden inzwischen Preise von 2500 bis 3500 Euro pro Quadratmeter gefordert. „Darunter kriegen sie fast nichts mehr“, so Putz. Bei der Vermietung zeichne sich in Spitzenlagen aber eine Stagnation der Preise ab. Bei elf Euro pro Quadratmeter sei in Kassel eine Grenze erreicht - mehr sei kaum jemand bereit zu zahlen. Zudem drängt der IVD darauf, dass die Stadt einen offiziellen Mietspiegel erstellen lässt. Dieser sei wichtig, um bei Rechtsstreitigkeiten über Mieterhöhungen eine verlässliche Datengrundlage zu haben. Die von der IVD veröffentlichen Zahlen sind kein offizieller Mietspiegel.

Autor: Bastian Ludwig

Quelle:  hna.de vom 29.01.2016

Direktlinks zu den vollständigen Artikeln:

www.hna.de/kassel/achtes-jahr-folge-steigen-wohnpreise-kassel-6076804.html

www.hna.de/kassel/mieten-steigen-leicht-kaufen-deutlich-teurer-6074698.html
 
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