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 IVD Immobilienpreisspiegel 2018: Mietpreise steigen nur noch leicht (05.02.2019)


Nachfolgend wird die Pressemitteilung des IVD Nordhessen vom 31. Januar 2019 zitiert. Der aktuelle IVD Preisspiegel befindet sich im Download-Bereich auf dieser Seite.
 

Jahresbericht 2018 Nordhessen und Jahresausblick 2019

 
  • Wohnungsmieten in der Stadt Kassel sind bei Neuvermietung um rund 3 Prozent im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr gestiegen
  • Die Zahlungsbereitschaft im oberen Mietpreissegment ist ausgereizt
  • Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen stärker als Mietpreise – weitere Steigerung wird auch künftig erwartet
  • Große Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern/Renditeobjekten

Mieter, die im letzten Jahr in Kassel eine freifinanzierte Wohnung angemietet haben, mussten laut einer Studie des IVD Nordhessen mehr bezahlen. Die Mietpreise in der Region Nordhessen sind auf Jahressicht im Durchschnitt um ca. 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der IVD Pressesprecher Siegfried Putz mit, der am 31. Januar 2019 im Rahmen eines Pressegesprächs den aktuellen IVD Immobilienpreisspiegel für Nordhessen vorstellte.

Demnach kostete eine 3-Zimmer-Mietwohnung in Kassel mit rund 70 m² Wohnfläche, bei einer mittleren Ausstattung und Wohnlage, Baujahr ab 1949, aktuell bei einer Neuvermietung im Schnitt € 7,30 und bei einer guten Wohnlage und guten bis sehr guten Ausstattung rund € 8,80 pro Quadratmeter und Monat. Im Umland von Kassel liegen die Mieten bei vergleichbaren Wohnungen rund 15 bis 20 Prozent niedriger.
 

Nachfrage nach hochpreisigen Mietwohnungen rückläufig


Laut der aktuellen Marktdatenerfassung sind die Mieten insbesondere im hochpreisigen Segment stabil. Hier wurden Mieten bei Neubauwohnungen mit gehobener Ausstattung in guten bis sehr guten Wohnlagen in Kassel, häufig Penthäuser, mit Wohnflächen ab 120 m² bis zu 12,50 € kalt vermietet. Festgestellt wurde, dass das Angebot von sogenannten „Stadtvillen“ in den letzten Jahren gestiegen ist und die Preise nahezu konstant geblieben sind. Interessenten, die sich die hochpreisigen Wohnungen leisten könnten, kaufen lieber eine Wohnung. Ganz anders sieht die Nachfrage nach günstigen und bezahlbaren Wohnungen aus. Hier ist die Nachfrage nach wie vor sehr hoch. Allerdings gibt es hier nur ein geringes Angebot an Wohnungen.
 

Kaufpreise steigen stärker als Mietpreise - weitere Steigerungen erwartet


Weniger Angebote, höhere Preise: Für Immobilienkäufer ist in Kassel keine Entspannung in Sicht. Besonders bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen ist die Nachfrage nach Eigentum ungebrochen hoch. Die Kaufpreise für Wohnimmobilien sind im Schnitt um ca. 5,1 Prozent im Jahresschnitt gegenüber 2017 gestiegen. "Die weiterhin hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien, bei den äußerst günstigen Finanzierungsbedingungen, steht allerdings ein insgesamt zu geringes Angebot gegenüber", erklärte der Pressesprecher. Die niedrigen Zinsen führen dazu, dass viele Sparer und Investoren ihr Geld in Immobilien stecken wollen, gleichzeitig aber nur wenige Grundstücks- und Wohnungsbesitzer verkaufen möchten. "Eine Trendumkehr sei jedoch nicht in
Sicht", sagte Putz.

Vor allen Dingen bei Wohnungen und Häusern, die zum Einzug frei werden, sind die Preise, der Umfrage zufolge, wieder deutlich teurer geworden. Das zeigen etwa die Kasseler Verkaufspreise für gebrauchte Wohnhäuser in guten Lagen. Im Jahr 2018 war ein ca. 150 Quadratmeter großes Eigenheim bei gutem Wohnwert und mit ortsüblichen großem Grundstück zwischen € 320.000 bis € 430.000 zu erwerben. Was erneut einen Preisanstieg, nur in dieser erfassten Kategorie, von ca. 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausmacht.

Vor allem neuere Objekte in guten bis sehr guten Lagen werden gesucht und sind längst Mangelware. Da sich die Immobilien-Entwicklung aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen kaum aufhalten lässt und die Preise mit Sicherheit weiter steigen werden, sind Käufer auf der Suche nach bezahlbaren Alternativen. Günstigere Immobilien wie Reihenhäuser, renovierungsbedürftige Eigenheime oder Häuser im Umland sind eine Alternative. Reihenhäuser in Kassel mit ca. 120 m² Wohnfläche, mit gutem Wohnwert und in guten Lagen, konnten zwischen € 230.000 bis € 300.000 verkauft werden. Im Umland dagegen wurden Preise zwischen € 170.000 bis € 200.000 erzielt.
 

Wohnungen und Mehrfamilienhäuser als Renditeobjekte


Anleger haben wegen der niedrigen Zinsen Angst, dass ihr hart verdientes Geld immer weniger Wert wird. "Immobilien bleiben hier die einzige sinnvolle Kapitalanlage und bringen meist höhere Erträge als Zinsen auf der Bank", erläutert der Pressesprecher. Die Steigerung der Kaufpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen hat sich laut Studie nur leicht abgeschwächt. Im Durchschnitt macht das Plus auf Jahressicht ca. 5,3 Prozent. Die Preise lagen in der Stadt Kassel bei gutem Wohnwert und mit ca. 80 Quadratmeter Wohnfläche zwischen € 1.800 bis € 2.300. Mietfreies Wohnen im Alter bleibt sicher auch ein gutes Argument für den Kauf. Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern sowie Wohn- und Geschäftshäuser ist sehr hoch und trifft auf ein geringes Angebot. Hier wurden Objekte zum Kaufpreis der 17 bis 20-fachen Jahresnettokaltmiete verkauft.
 

Bei Läden, Büros und sonstigen Gewerbeflächen bleiben die Mieten konstant


Bei Läden- und Büroflächen wurde eine geringe Nachfrage festgestellt. Die Mietpreise haben sich die letzten Jahre kaum verändert. Extrem schwierig ist es in Nebenlagen Mieter, trotz günstiger Preise, zu finden. Selbst bei Läden in der Fußgängerzone der Kasseler Innenstadt gibt es Leerstand.

Das Angebot bei Gewerbeflächen vor allem bei Hallen mit guter Ausstattung und verkehrsgünstiger Lage in Größen von 1.000 - 6.000 m² ist gering, die Nachfrage ist hier gut.
Bei Baugrundstücken im Gewerbegebiet hat es gegenüber dem Vorjahr keine Preisänderungen gegeben. Aufgrund der guten Marktlage wurden im Berichtszeitraum viele Gewerbegrundstücke verkauft.

Quelle: IVD Nordhessen, Putz Immobilien GmbH, www.putz-immobilien.de

Link zum Artikel vom 01.02.2019 bei hna.de:
www.hna.de/kassel/kassel-mieten-steigen-leicht-kaufpreise-stark-11627822.html
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