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Immobilienmarkt im Landkreis Kassel: Häuserpreise steigen trotz Corona
(20.01.2021)

Im Landkreis Kassel wohnt man gern. Das zeigt sich auch an den Grundstücks- und Immobilienpreisen. Sie sind – entgegen der Erwartungen und Prognosen – trotz der Corona-Pandemie stabil und sogar gestiegen.

Der offizielle Immobilienbericht wird erst im Mai veröffentlicht, doch Frank Mause, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte, kann heute schon eine deutliche Tendenz feststellen. „Es ist nahezu auszuschließen, dass die Preise gesunken sind“, sagt er. „Die Corona-Pandemie hat keinerlei sichtbare Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in der Region.“

Unter anderem ist jetzt schon klar, dass die Verkäufe von Bauplätzen im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr nicht weniger geworden sind. „Bisher haben wir für das vergangene Jahr 77 Verkäufe im Umland von Kassel erfasst“, sagt Mause. Das seien zwar 31 weniger als im Jahr davor, doch „es kleckern jetzt noch Verkäufe von Ende des Jahres rein, die in der Statistik noch nicht erfasst sind“.

Der mittlere Bodenpreis im Speckgürtel von Kassel sei mit 124 Euro pro Quadratmeter nahezu gleich geblieben. Der Bodenpreis auf dem flachen Land sei sogar von 66 auf 78 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Käufer haben für ein Einfamilienhaus mit Grundstück im Jahr 2019 durchschnittlich 275 000 Euro bezahlt, insgesamt gingen in diesem Bereich 89 Millionen Euro über den Tisch. 2020 investierten Käufer für ein Grundstück mit Einfamilienhaus durchschnittlich 287 000 Euro und insgesamt 97 Millionen Euro.

„Diese Entwicklung hat man so nicht erwartet“, sagt Mause. Aber es gebe immer noch genügend Menschen, die sich um ein Baugrundstück oder eine Immobilie bemühen und das nötige Geld dafür auch zahlen können. Natürlich gebe es auch viele, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schieflage geraten seien. „Doch das ist am Immobilienmarkt zurzeit nicht spürbar.“

Auch Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel, schätzt den Immobilienmarkt so ein. „Es ist immer noch Geld im Umlauf. Aktuell ist auf jeden Fall kein schlechter Zeitpunkt, um seine Immobilie zu verkaufen.“ Er nennt beispielsweise Baunatal und Vellmar als beliebte Kommunen. „Viele wollen zurzeit auch in ländlichere Gegenden ziehen, wo sie Platz haben“, sagt Kühlborn. Durch die Corona-Pandemie habe Haus und Garten für viele einen höheren Stellenwert bekommen. „Bei manchen Verkaufspreisen muss man sich zurzeit ja nur noch verwundert die Augen reiben“, sagt Kühlborn. Je städtischer die jeweilige Kommune sei, desto stabiler seien die Immobilienpreise.

Das zeigt sich auch an Vellmar, wo gerade das größte neue Baugebiet im Landkreis Kassel entsteht. Die Stadtverwaltung steht kurz vor der Vermarktung der Bauplätze. Für die günstigsten Grundstücke bewegen sich die Preise zwischen 185 Euro und 235 Euro pro Quadratmeter. Da es viel mehr Interessenten als Grundstücke gibt, wird eventuell durch ein Losverfahren entschieden, wer ein Grundstück kaufen darf.

Autorin: Theresa Novak

Quelle: hna.de vom 19.01.2021

Link zum Original-Artikel:

www.hna.de/lokales/kreis-kassel/haeuserpreise-steigen-trotz-corona-90172641.html

 

 
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