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 ivd Immobilienpreisspiegel 2017: Konstante Mieten bei Läden und Büros (29.01.2018)


Nachfolgend wird auszugsweise die Pressemitteilung des ivd Nordhessen vom 25. Januar 2018 zitiert. Die vollständige Pressemitteilung sowie der aktuelle ivd Preisspiegel befindet sich im Download-Bereich auf dieser Seite.

 
Jahresbericht Nordhessen und Jahresausblick 2018
 
  • Die Wohnungsmieten in Kassel sind nur noch um 3 Prozent im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr gestiegen
  • Die Zahlungsbereitschaft im oberen Mietpreissegment ist ausgereizt
  • Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen stärker als Mietpreise – weitere Steigerung wird auch künftig erwartet
  • Bei Läden und Büros bleiben die Mieten konstant
 

Wohnungsmieten

Die Wohnungsmieten in Kassel steigen laut einer Studie des IVD Nordhessen nur noch langsam. Die Mietpreise sind auf Jahressicht im Durchschnitt nur um ca. 3 Prozent, gegenüber 8 Prozent im Vorjahr gestiegen, teilte der IVD Pressesprecher Siegfried Putz mit, der am 25. Januar 2018 im Rahmen eines Pressegesprächs den aktuellen IVD Immobilienpreisspiegel für Nordhessen vorstellte.

Demnach kostet eine 3 Zimmer Mietwohnung in Kassel mit rund 70 m² Wohnfläche bei mittlerer Ausstattung, ab Baujahr 1949, aktuell bei Neuvermietung, im Schnitt € 7,00 und bei guter Wohnlage und guter Ausstattung rund € 8,60 pro Quadratmeter und Monat. Im Umland von Kassel, liegen die Mieten bei vergleichbaren Wohnungen rund 15 bis 20 Prozent niedriger.

Laut der aktuellen Marktdatenerfassung hat sich der Mietpreisanstieg im hochpreisigen Segment verlangsamt. Hier wurden Mieten bei Neubauwohnungen mit gehobener Ausstattung in guten bis sehr guten Wohnlagen in Kassel, -häufig Penthäuser-, mit Wohnflächen ab 120 m² bis zu 11,50 € kalt vermietet. Allerdings kann man feststellen, dass das Angebot von solchen Wohnungen die Nachfrage bei weitem übersteigt und die Preise nahezu konstant geblieben sind.

Ganz anders sieht die Nachfrage nach günstigen und bezahlbaren Wohnungen aus. Hier ist die Nachfrage nach wie vor sehr hoch. Allerdings gibt es hier kaum Wohnungen, die zur Miete angeboten werden. Diese Wohnungen sind meistens auch schnell wieder vermietet. Eine Entspannung für bezahlbaren günstigen Wohnraum ist derzeit nicht in Sicht.

Anhand des Immobilienpreisspiegels vom IVD kann man feststellen, dass die Mieten in Kassel seit 2007 um ca. 70 Prozent gestiegen sind. Putz geht für 2018 von einer moderateren Mietpreisentwicklung aus, die mittelfristig deutlich oberhalb der Inflationsrate liegen dürfte.

Kaufpreise

Weniger Angebote, höhere Preise: Für Immobilienkäufer ist in Kassel keine Entspannung in Sicht. Besonders bei Eigenheimen und Eigentumswohnungen sei der Preisanstieg ungebrochen. Die Kaufpreise sind im Schnitt um ca. 7 Prozent im Jahresschnitt gegenüber 2016 gestiegen. "Der weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnimmobilen steht ein insgesamt zu geringes Angebot gegenüber", erklärte der Pressesprecher.

Vor allem selbst genutzter Wohnraum ist der Umfrage zufolge wieder deutlich teurer geworden. Das zeigen etwa die Kasseler Verkaufspreise für gebrauchte Wohnhäuser in guten Lagen. Im Jahr 2017 war ein ca. 150 Quadratmeter großes Eigenheim bei gutem Wohnwert und mit ortsüblichen großem Grundstück zwischen € 300.000 bis € 400.000 zu erhalten, was erneut einen Preisanstieg nur in dieser erfassten Kategorie von ca. 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausmacht. Vor allem neuere Objekte in guten bis sehr guten Lagen werden gesucht und sind
längst Mangelware.

Reihenhäuser in Kassel mit ca. 120 m² Wohnfläche, mit gutem Wohnwert und in guten Lagen konnten zwischen € 220.000 und € 280.000 verkauft werden. Im Speckgürtel wurden dagegen Preise zwischen € 160.000 bis € 190.000 erzielt.

Die Steigerung der Kaufpreise für gebrauchte Eigentumswohnungen hat sich laut Studie nur leicht abgeschwächt. Im Durchschnitt macht das Plus auf Jahressicht ca. 7 Prozent. Die Preise lagen in der Stadt Kassel bei gutem Wohnwert und mit ca. 80 Quadratmeter Wohnfläche zwischen € 1.800 bis € 2.200. Mietfreies Wohnen im Alter bleibt sicher ein gutes Argument für den Kauf.

"Preisentwicklung auf dem Mietwohnungs- und dem Eigentumsmarkt sind nicht eins zu eins vergleichbar", sagt Putz. "Die Märkte sind unterschiedlich groß, haben unterschiedliche Produkte und eine unterschiedliche Klientel mit unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnissen". In weniger als 50 Prozent der Fälle gehe es beim Kauf einer Wohnimmobilie nicht um Vermietung, sondern um Eigennutzung. So sind die Verkaufspreise für ein freistehendes Einfamilienhaus mit gutem Wohnwert in den letzten 10 Jahren um ca. 90 Prozent gestiegen.

Die Quadratmeterpreise in Kassel für Neubauwohnungen lagen bei sehr gutem Wohnwert zwischen € 2.800 bis € 3.500. Höchstpreise von bis zu € 4.500 pro Quadratmeter Wohnfläche wurden bei Spitzenobjekten in Toplagen erzielt.

Läden, Büros und sonstige Gewerbeflächen

Bei Läden- und Büroflächen wird weiterhin eine geringe Nachfrage festgestellt. Die Mietpreise haben sich die letzten Jahre kaum verändert. Die Leerstände sind nach wie vor vorhanden. Extrem schwierig ist es in Nebenlagen Mieter, trotz günstiger Preise zu finden. Selbst bei Läden in der Fußgängerzone der Kasseler Innenstadt gibt es Leerstand. Bei Gewerbeflächen vor allem bei Hallen ist eine leichte Preissteigung beim mittleren Nutzungswert zu vermerken, da wenige Flächen im Bereich zwischen ca. 150 bis 200 Quadratmeter am Markt verfügbar sind.

Bei Baugrundstücken im Gewerbegebiet hat es gegenüber dem Vorjahr keine Preisänderungen gegeben. Aufgrund der guten Marktlage wurden in den letzten 12 Monaten viele Gewerbegrundstücke verkauft, wobei ein großer Nachfrageüberhang herrscht. Kleine Grundstücke im Bereich zwischen ca. 1.000 bis 2.000 Quadratmetern wurden teils um einiges über Preis verkauft.


Weitere Informationen:
www.putz-immobilien.de

Siehe dazu auch folgenden Artikel bei hna.de vom 27.01.2018:

www.hna.de/kassel/hauspreise-in-kassel-eigentumswohnunger-so-teuer-wie-nie-mieten-stagnieren-aber-9561387.html












 
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