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29.10.2010: Take-off in Kassel-Calden

Netzwerk „CCA“ stärkt regionale Kompetenzen in der Luft- und Raumfahrtindustrie

Die Region Kassel verfügt über eine Vielzahl von Unternehmen und Forschungspartner mit Aktivitäten in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Das jetzt von der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH (WFG) in Zusammenarbeit mit der Flughafen GmbH Kassel (FGK) entwickelte Netzwerk Competence Center Aerospace ( CCA ) hat es sich zur Aufgabe gemacht, deren internationale Wettbewerbsfähigkeit und Technologie-Kompetenz zukünftig weiterzuentwickeln. Sinnvollerweise arbeitet die WFG dabei eng mit regionalen Partnern wie der Universität Kassel, der IHK Kassel und der Regionalmanagement Nordhessen GmbH zusammen.

Dass maßgeschneiderte Netzwerke eine gute Basis für gewinnbringende Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung und Politik bieten, ist aus Sicht der WFG unstrittig. „Hier stehen vor allem die verbesserten Vermarktungschancen und gemeinsame praxisbezogene Forschungs- und Innovationsaktivitäten im Fokus des CCA-Netzwerks“, erläutert Projektleiter Dr. Matthias Jahnke von der WFG. Auf diesem Wege könnten die regionalen Netzwerkpartner sogar internationalen Großkonzernen erfolgreich Paroli bieten oder „auf Augenhöhe“ kooperieren, so Jahnke weiter.

Dabei richtet sich dass CCA nicht nur an die etablierten Luft- und Raumfahrer in der Region und mit ca. 3800 hochqualifizierten Beschäftigten, sondern heißt auch alle Unternehmen willkommen, die aufgrund ihrer technologischen Kernkompetenzen über ein Zulieferpotenzial für die Luft- und Raumfahrtindustrie verfügen; auch wenn bislang ausschließlich für andere High-Tech-Branchen (bspw. Medizintechnik, High-End-Automobilbau, Sondermaschinenbau etc.) gearbeitet wurde. „Dieses sog. Querschnittspotenzial ist aus Sicht der WFG in unserer Region ganz erheblich und besonders interessant“, erläutert Kai Lorenz Wittrock, stellv. Geschäftsführer der WFG.

Damit das Kompetenznetz CCA seine Kooperationspotentiale und positiven regionalökonomischen Effekte optimal entfalten kann, sind freilich eine Reihe von Erfolgsfaktoren – wie eine kritische Masse an Kompetenzträgern und ein marktfähiges Produkt- und Leistungsprofil des CCA – zu entwickeln. Diese erfolgsbestimmenden Faktoren werden im Rahmen der ersten CCA-Projektphase bis Jahresende 2010 spezifiziert. Neben dem europäischen ERFRE-Fonds und dem Hessischen Wirtschaftsministerium unterstützen die Kasseler Sparkasse, die Kasseler Bank, die Flughafen GmbH Kassel, die IHK Kassel sowie die Stadt und der Landkreis Kassel gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen das Projekt.

Der Luft- und Raumfahrtindustrie werden für die nächsten 20 Jahre weltweit massive Wachstumsraten prognostiziert. Davon gehen auch die Langfristprognosen der Flugzeughersteller Airbus und Boeing aus, die mit Neu-Auslieferungen von insgesamt rund 30.000 Maschinen allein bis zum Jahr 2030 rechnen. „Vor diesem Hintergrund arbeitet das Competence Center Aerospace ( CCA ) als erfolgsorientierte regionale Vernetzungs-, Innovations- und Vermarktungsplattform“, fasst Jahnke zusammen. „Dies mit dem Ziel, die boomende Luft- und Raumfahrtindustrie künftig noch stärker als Wachstumsmotor für unserer Region nutzbar zu machen.“

Auch der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch wies darauf hin, dass die Luft und Raumfahrt als Hightech-Branche für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Hessen unverzichtbar ist. Der Wirtschaftsraum Kassel werde von einer stärkeren Vernetzung der Aerospace-Branche profitieren: „Der Ausbau des Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden zum Verkehrsflughafen ist ein klares Bekenntnis zum Aerospace-Standort Kassel“, sagte Posch.

Impressionen der Veranstaltung vom 29.10.2010:

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