Entdecken Sie die Wirtschaftsregion Kassel
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Status des Immobilienmarktes

Nachfolgend eine Zusammenfassung zum Status des Immobilienmarktes in Kassel und Nordhessen. Detaillierte Informationen finden Sie auch in unserem IVD Immobilienpreisspiegel Nordhessen für Wohn- oder Gewerbeimmobilien am Ende dieser Seite.

Einzelhandel

Mieten weitgehend stabil
Gute Nachfrage nach Läden in den 1 A - Lagen

Der Markt für Einzelhandelsflächen erweist sich trotz des in den letzten Jahren entstandenen zusätzlichen Flächenangebotes als überwiegend stabil. In den vergangenen Monaten ist eine anziehende Nachfrage nach Läden vor allem in Lagen der Kasseler Innenstadt feststellbar. Die besten Geschäftslagen befinden sich in den Fußgängerzonen der Oberen und Unteren Königsstraße und der Wilhelmsstraße sowie rund um den ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe. Ein Beleg für die Attraktivität Kassels als Einkaufsmetropole sind die Investitionen der Hamburger ECE-Gruppe, die schon im Jahr 2002 in Kassels Innenstadt den "City-Point" eröffnet hatte. Auf insgesamt 20.000 m² Verkaufsfläche beherbergt die Galerie Saturn, H+M sowie rund 60 weitere Facheinzelhändler.

Zusätzliche Bedeutung als Fachmarktstandort hat das ebenfalls von der ECE geführte "DEZ" im Stadtteil Kassel-Niederzwehren nach seiner Erweiterung und dem direkten Autobahnanschluß erlangt. Weitere Fachmarktzentren befinden sich in Vellmar (Herkules-Einkaufszentrum) sowie in Baunatal (Ratio-Land).

Zum Schwerpunkt des Möbel-Einzelhandels hat sich der Kasseler Südosten in Verbindung mit den angrenzenden Nachbargemeinden Lohfelden und Fuldabrück-Bergshausen entwickelt. Hier sind u.a. die Firmen Ikea, Finke und Roller mit großflächigen Häusern vertreten. Baumärkte sind ebenfalls schwerpunkmäßig im Südosten sowie im Norden Kassels bzw. der Umlandgemeinden angesiedelt, beispielsweise Hornbach, Bauhaus und Obi. Gartenfachmärkte wie "Meckelburg" oder "Dehner" vervollständigen diesbezüglich das Angebot.

Nach der Beschlußlage des innerhalb des Zweckverbandes Raum Kassel (Stadt Kassel und Umlandgemeinden) geltenden "Kommunalen Entwicklungsplan Zentren" (KEP-Zentren) ist die Neuausweisung von weiteren Sondergebieten für den Facheinzelhandel in dezentralen Lagen derzeit nicht vorgesehen. Ausnahmen bestehen aber grundsätzlich für bereits am Ort befindliche Unternehmen, um Erweiterungen zu ermöglichen.

Büroflächen

Anhaltende Nachfrage nach hochwertigen Flächen
Entwicklungsschwerpunkt im Bereich Kassel-Bad Wilhelmshöhe
Örtlich geringe, aber keine großräumigen Leerstände

Der vor allem in der Kasseler Innenstadt und in den westlichen Stadtteilen angesiedelte Büromarkt mit einem neuen Schwerpunkt am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe wurde in den vergangenen Jahren durch Eigennutzer wie auch von Projektentwicklern und Investoren kontinuierlich ausgebaut. In der Folge waren verstärkt innerörtliche Umzüge in diese besseren und attraktiveren Lagen feststellbar. Daraus resultierend entwickelten sich punktuell Leerstände in weniger attraktiven Lagen oder Objekten. Die in vielen Ballungsräumen beobachtbaren großflächigen Leerstände sind in Kassel hingegen nicht festzustellen. Neuvermietungen erfolgen derzeit in einem Mietermarkt auf ermäßigter Basis. Zum Objekt gehörende Stellplätze sind dabei nicht selten von wesentlicher Bedeutung.

In Ergänzung zu den bereits bestehenden privat betriebenen Gewerbeparks kommen allerdings mit immer noch zunehmender Tendenz weitere ehemals gewerblich genutzte Objekte und Areale auf den Markt, die an potentielle Nutzer vermietet werden. Aufgrund der zunehmenden Wettbewerbssituation hängt die Möglichkeit zur erfolgreichen Nachvermietung dabei ganz besonders von der Lageattraktivität und der Beschaffenheit bzw. Ausstattung des Objekts ab.   

Gleichsam ist eine zunehmende Nachfrage von kleineren Dienstleistungsunternehmen spürbar. Vielfach handelt es sich dabei um Jungunternehmen, beispielsweise Ausgründungen aus der Universität, die der Gründungsphase entwachsen sind und erhöhten Bedarf an Quantität und vor allem Qualität der Flächen haben. Auch wenn das Angebot an Flächen insgesamt keine Knappheit aufweist, ist bei näherer Betrachtung doch ein Defizit an qualitativ hochwertigen Büroflächen vorhanden. Diese Flächengesuche sind mehrheitlich in der Größenordnung von 300 bis 500 qm angesiedelt.

Überregionale Anfragen von Großflächennutzern erfolgen ebenfalls mit steigender Tendenz. Auch hier ist eine zunehmende Attraktivität Kassels für bestimmte Branchen, z.B. aus dem Call-Center-Bereich festzustellen. Charakteristisch für solche Anfragen ist allerdings der Wunsch, nicht auf mittelfristig angelegte Projektentwicklungen zu warten, sondern möglichst kurzfristig in ein sofort verfügbares attraktives Objekt einziehen zu können.

In Kassel wurden bereits zwei innerstädtische Kinoprojekte (Ufa-Multiplex -  heute Cinestar - sowie Cineplex/Capitol) erfolgreich umgesetzt. Aktuelle Projektentwicklungen konzentrieren sich vor allem auf den erlebnisorientierten Freizeit- /Wellness und Medien-Bereich in innerstädtischen Arealen, zum Beispiel im Umfeld des Kulturbahnhofs Kassel im Nachgang der Bewerbung Kassels zur Kulturhauptstadt 2010.

Gewerbeflächen

Zunehmende Nachfrage von jungen Unternehmen an kleinteiligen Gewerbeflächen
Besonders gefragt sind Kaufobjekte oder Gewerbegrundstücke in verkehrlich günstigen Lagen

Generell ist eine zunehmende Nachfrage von jungen Unternehmen an kleinteiligen Gewerbeflächen spürbar, besonders gesucht sind dabei Kaufobjekte oder Gewerbegrundstücke in verkehrlich günstigen Lagen (Lohfelden, Fuldabrück, Baunatal, Kassel-Waldau, Güterverkehrszentrum). Deutlich nach oben entwickelt sich auch die Nachfrage von logistischen Dienstleistern nach entsprechend verfügbaren Großflächen. Diese hängt zum Teil mit der weiteren Expansion des in Baunatal ansässigen VW-Ersatzteilzentrums zusammen, zum Teil liegt sie aber auch in der zunehmenden Bedeutung der gesamten Logistik-Branche begründet.

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